the road is a f*cking b.i.tch, my friend
Hups, da hab ich doch glatt vergessen das ich ja ein Blog „betreibe“. Das wohl demnach nicht so erfolgreich ;). Aber hier mal wieder ein Nachtrag und Auszug aus meinem Leben in Neuseeland. Fix checken wo ich das letzte Mal stehen geblieben bin… ah ja Westport.
Nach 2 Nächten in Westport, die ich mit erholen und akklimatisieren verbracht hab, was vor allem an der Umstellung von Nachtschicht auf wirklich Welt zu tun hat. Ging es wieder los mit dem Reisen. Erstes Ziel die Pancake Rocks in Punakaiki. Hierbei musste ich mich entscheiden zwischen a) in Greymouth nächtigen und nur kurz bei den Pancake Rocks halt machen, Foto schießen und weiter reisen oder b) in Punakaiki für eine Nacht bleiben und die Pancake Rocks in Ruhe besuchen. Die Wahl war relativ einfach, da ich nicht im Touristenstrom mit schwimmen und möglichst weit weg von all den anderen „Reisenden“ sein will. Also entschied ich für Variante B. Gute Wahl, wie sich rausstellen sollte. Denn so hatte ich ein Super-Hostel direkt am Strand für 5$ weniger als in Greymouth. Und ich musste mir das Zimmer mit Niemand teilen, da kein Besucherandrang herrschte. Wieso auch? Punakaiki ist ein sehr kleiner Ort, so klein das es nicht mal ein eigenen Supermarkt hat. Also perfekt für mich. Nach einem ausgiebigen Mittag ging es dann auch zu den Pancake Rocks und zu meinem Glück sind in dem Moment auch alle Reisebusse verschwunden und ich hatte die Rocks fast für mich Alleine. Und als die Sonne sich dem Horizont näherte, bot sich mir noch eines der besten Sonnenuntergänge meiner Reise.
Am darauffolgenden Tag hieß es Reisen. Es ging von Punakaiki nach Franz Josef, entlang der atemberaubenden Westküste. Zu meinem Glück hab ich mir natürlich auch die wenigen Tage ausgesucht, an denen es nicht regnete. Von dem Abschnitt gibt es aber keine virtuellen sowie analogen Fotos, nur imaginäre. Ich sehe keinen Sinn darin aus einem Bus Fotos zuschießen! Angekommen im Franz Josef Dörfchen, was zu 100% aus Hotels, Motels, Hostels und Restaurants besteht, hatte ich noch die Wahnwitzige Idee den Gletscher, nachdem das Dörfchen benannt ist, zu sehen. Aber wenn man erst gegen 16:45Uhr ankommt und gegen 17:50Uhr die Sonne untergeht, ist das eher Sinnlos. Versucht hab ich es trotzdem. Nach 4km war ich dann am Parkplatz des Gletschers und konnte ein paar Blicke auf den selbigen werfen. Es existieren auch eins, zwei Beweisfotos... doch die Guten habe ich auch in diesem Fall in meinem Kopf.
Tag 3 der Reise begann wie auch Tag 2 mit einer langen Reise. Diesmal hieß das Tagesziel Wanaka. Und was soll ich sagen, es ist eines der schönsten Städtchen in Neuseeland meiner Meinung nach. Gelegen am Lake Wanaka und mit einem Berg (Mt. Iron) in Laufreichweite. Wobei man Laufreichweite weit definieren kann ;). Nichts desto trotz hat man einen Super-Ausblick vom „Gipfel“. Auf dem Rückweg, lief ich dann alten Bekannten aus Blenheim über den Weg und schon hatte ich wieder Leute mit denen ich dann in der nächsten Stadt auf meiner Liste ein wenig Party machen konnte. Am nächsten Morgen hatte ich noch viel Zeit und konnte ein wenig um den See laufen/joggen und diese Gegend mehr genießen Bevor es dann nach Queenstown gehen sollte. Queenstown, selbsternannte Partyhauptstadt Neuseelands, hat für mich aus den Erzählungen anderer Reisender wenig Reiz. Aber auch Queenstown ist an einem See gelegen und hat viele schöne Ecken. Die „Innenstadt“ besteht hauptsächlich aus Shops und Bars, sowie Hostels. Ich entschied mich 3 Nächte dort zu bleiben, um paar Highlights abzuarbeiten. Nummer 1 Disc-Golf, eine Mischung aus Frisbee und Golfen. Man muss die Frisbee auf 18 verschiedenen Coursen in einen Korb werfen. Relativ Lustig. Doch mit Alkohol und guten Freunden, wär es witziger. Nummer 2 Fergburger, Neuseelandweit als der beste Burger bekannt. Und ja, er ist verdammt lecker! Nummer 3 Big Night Out Pub Crawl, an diesem Punkt kam mir meine Bekanntschaften aus Blenheim zur Hilfe, durch die ich davon erst erfahren habe. Und naja, die Idee eines Pubcrawl ist es von Bar zu Bar zu ziehen und sich alkoholhaltigen Getränken zu widmen. Wie sich rausstellen sollte, war es der größte Pubcrawl der Big Night Out Geschichte, mit 350Teilnehmern. Großer Spaß und gute Erinnerungen. Te Anau war der nächste Stop auf der Liste. Te Anau ist wiederum eine sehr kleine und sehr ruhige Stadt, gelegen im neuseeländischen Fjordland, sprich wunderbare Natur soweit das Auge reicht. Ziel hierbei war es den Milford Sound zu besuchen. Gesagt getan und ich denke die Fotos sprechen für sich. Nach Te Anau ging es nach Invercargill, warum weiß ich nicht. Gibt nicht zu viel darüber zu sagen, außer dass diese Stadt einen sehr schönen Park hat. Und ein Guter Ausgangspunkt ist um mit einem Mietauto über die Catlins nach Dunedin zu fahren. Was für den nächsten Tag geplant war. Aber vorher nochmal fix das Kino besucht und Suckerpunch angeschaut. Ich mag Zack Snyder (300, Watchmen) und seinen Stil Filme zu machen. Dunedin. Studentenstadt. Hügel an Hügel. Zeit mal in die Zukunft zu schauen und den Campus der hiesigen Uni zu besuchen. Und zu meinem Erstaunen gab es hier richtig schöne alte viktorianische Gebäude. Eine willkommene Abwechslung. Hier auch die Möglichkeit genutzt ein Rugbyspiel live zu sehen. Aber naja hätte mir vom „House of pain“, so wie sie das Stadium nennen, wesentlich mehr erwartet. Vor allem da ein Topspiel gezeigt wurde. Aber naja, keine Stimmung, eher kalt und ein eher langweiliges Spiel… Hacken an „ein Rugbyspiel live sehen“. Nachdem Spiel haben dann ein Schwede und ich die Gelegenheit genutzt aus der königlichen Hochzeit ein Trinkspiel zu machen. Sagen wir, wir waren erfolgreich damit ;).Weiter ging es nach Christchurch, ja die Stadt mit dem Erdbeben. Und wenn man nach Christchurch kommt ist dieses auch die ganze Zeit präsent. Das heißt die meisten Straßen haben Risse und die ganze Innenstadt, die mit Sicherheit super ist, ist eingezäunt, dunkel und mit Armeeposten besetzt. Ein wenig wie im Spiel S.T.A.L.K.E.R Oblivion Lost, postapokalyptisch. In Chch selbst ist nicht viel zu tun oder zu sehen, also entschied ich mich die TranzAlpine Bahn zunehmen, die von Christchurch nach Greymouth über die neuseeländischen Alpen fährt. Wahnsinns Landschaft. Nervige Kiwis die den einzigen Kamerawagen (Abteil ohne Fenster) belagerten. Also auch hier wieder mehr imaginäre Fotos als vorzeigbare. Oh hab vergessen zu erwähnen, dass ich beinah den Zug verpasst habe. Da das Bussystem von Chch einfach nur Bescheiden ist, hatte ich mich entschieden zum Bahnsteig zu laufen. Eingeplant hatte ich 1Stunde dafür. Am Ende musste ich Rennen… hat sich aber alle male gelohnt. Und auf dem Weg zurück zum Hostel, mittlerweile gegen 20:30Uhr ging es an dem Park vorbei, in dem rund 200 junge Mädels die Basketball Variante ohne Brett am Korb trainierten. Und am Rande der RedZone. Komisches Gefühl, die ganze Stadt ist hell erleuchtet, und die Innenstadt ist still und dunkel. Stellt euch einfach mal vor das die komplette Innenstadt von Erfurt (Bahnhofsplatz, entlang des Juri-Gagarin-Rings, um den Petersberg rum, Youbottle und zurück zum Bahnhof) eingezäunt und unzugänglich ist. Am Tag 3 wollte ich dann mein Relocating Auto abholen. Das ist eine Variante, bei der man bis auf den Sprit nichts für ein Mietauto bezahlen muss, da man diese Auto für die Firma von A nach B fährt. Doch vorher sollte ich noch ein Nachbeben erleben und das während ich mit eingeschäumten Haaren in der Dusche stand. Und Nein, ich bin nicht nackt raus gerannt um Deckung zu suchen ;).
Mit dem Mietauto ging es dann in einem Tag von Christchurch über Kaikoura nach Wellington. Ein verdammt langer Weg. Der sich aber gelohnt hat. Und er bot mir nochmal viele schöne Anblicke der Südinsel. Am Abend gegen 20Uhr sollte die Fähre abfahren. Doch das verschob sich um 1 ½ Stunden, da die Fähre noch mit Panzern der neuseeländischen Armee beladen wurde und sie das Gewicht austarieren mussten. Aber da auf mich Niemand wartet, war das alles kein Problem. Die nächsten Tage habe ich im Auto gelebt und geschlafen. In Wellington am botanischen Garten mit Blick über die Stadt. Hab hier auch noch das Nationalmuseum Te Papa besucht. Interessant aber auch sehr groß. Und weiter ging die Fahrt, vorbei an Palmerston North nach Wanganui. Dort dann einen Parkplatz an dem dortigen Denkmal gesucht, wieder mit Blick über die Stadt. Was ich nicht wusste ist, dass das der Platz für die Jugend in der Stadt war. Und so fand ich mich in der Mitte auf einem Parkplatz wieder auf dem Jugendlichen ihre drifting Skills rund um mein Auto ausprobierten. Alles gut gegangen. Weiter ging es nach New Plymouth. Dort angekommen, eigentlich Tagesziel, doch um entschieden und weiter nach Hamilton und Raglan gefahren. Raglan ist die Stadt der Surfer und echt ein cooles kleines Städtchen. Per Zufall noch auf eine Privatfeier marschiert mir 2 Bier gemopst und mich wieder in mein Auto verkrochen. Nächstes Ziel war Thames auf der Coromandel Peninsula um paar alte Bekannte, mit denen ich nach Neuseeland gekommen bin, wieder zu treffen. Zu Thames muss ich an dieser Stelle aber noch folgendes sagen. Es ist die Stadt in der ich die meisten unfreundlichsten Kiwis getroffen habe (3 von 4). Aber spontan ein BBQ aufgezogen und sich den Abend schon getrunken. Dort hab ich per Zufall eine deutsche Grundschullehrerin getroffen die in Hongkong arbeitet. Und wir beschlossen einfach die nächsten Tage durch die Gegend zu reisen. Denke auch hier sprechen die Fotos wieder für sich.
In Mt. Mangaunui angekommen traf ich per Zufall auch noch ein befreundetes kanadisches Pärchen wieder. Grund genug ein wenig in Alkohol zu investieren und den Abend gut ausklingen zu lassen. Mal abgesehen davon, dass der Ort wieder einmal super gelegen ist.
Auckland war das nächste Ziel, mit Zwischenstop in Matamata, besser bekannt als Hobbiton. Dort auch die Tour durch das Filmset von Herr der Ringe gemacht. Der Wahnsinn! Da ich mich aber verpflichtet habe, Fotos nicht zu veröffentlichen ansonsten würde ich viel Strafe zahlen. Werden die dann nur auf Nachfrage gezeigt ;). In Auckland hieß es Abschied von meiner Begleitung nehmen. Und natürlich das super Konzert von Kyuss Lives! zu genießen. An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Lorena, die mich immer wieder aufs Neue mit großartigen Bands und Musik begeistert. Ihr verdanke ich auch, dass ich zu diesem epischen Konzert gegangen bin!
In Auckland hab ich mich dann wieder mit den deutschen Freunden vom BBQ getroffen. Um in den darauffolgenden 7 Tagen das Northland zu bereisen. Witzige Momente und schöne Landschaft. Und vor allem das Cape Reinga. Der Wahnsinn wenn man 2 Weltmeere ineinander fließen sieht. Zwischenstop in Paihia um das Hole in the Rock zu sehen (ja es ist Loch in einem großen Stein, wow) und nach den 7 Tagen wurde ich von Ihnen in Kerikeri abgesetzt. Der Plan war es wieder Arbeit zu finden. Doch hier kam ich auf die Idee doch die Münze entscheiden zu lassen was als nächstes passiert. Und diese entschied, dass ich nicht mehr als Sklave in einem Packhouse arbeiten müsse. Sondern eher Wwoofen gehen sollte. Sprich Arbeiten für Kost und Logier. Nur das in meinem Fall mit weniger Arbeit, dafür aber auch kein Essen beinhaltet ist. Und so fand ich meinen Weg nach Paihia zur Saltwater Lodge, dem Platz den ich seitdem mein Zuhause nenne. Darüber dann aber später mehr!
Cheers!
Flo





